Unser Veranstaltungsthema 2009.

Wie trifft das Gehirn Entscheidungen? Gibt es tatsächlich ein Frauen- und ein Männergehirn? Habe ich überhaupt einen freien Willen? Inwiefern beeinflussen neurowissenschaftliche Erkenntnisse unser Menschenbild der Zukunft?

Diese und andere Fragen rund um die Neuro- und ihre Nachbarwissenschaften diskutierte eine hochkarätige Expertenrunde am 14. Dezember 2009 bei den ersten „Oldenburger Schlossgesprächen“ unter der Leitung von Maybrit Illner: Die renommierten Professorinnen und Professoren Anna Katharina Braun, Onur Güntürkün, Bettina Schöne-Seifert, Wolf Singer und Reto Weiler begeisterten zwei Stunden lang das Publikum mit Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft sowie interessierten Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern.

Außerordentlich gut vorbereitet und mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen führte die Moderatorin durch den Abend und jonglierte fast genauso selbstverständlich wie die Experten mit Thesen und Begriffen rund um Gender, Intelligenzforschung, Gehirnfunktionen und degenerative Erkrankungen. Das aufmerksame Publikum verfolgte die Diskussion hoch konzentriert und tauschte sich während des anschließenden Stehempfangs angeregt über die neu gewonnenen Erkenntnisse aus. Damit war ein wesentliches Ziel der neuen Veranstaltungsreihe von EWE Stiftung und Hanse-Wissenschaftskolleg erreicht. Die Besucher verließen die „Oldenburger Schlossgespräche“ mit einem erheblichen Mehrwert an Informationen rund um die Neurowissenschaften – mit anderen Worten: Sie waren hinterher klüger als vorher!

Initiatoren wie Gäste waren sich schnell einig: Die „Oldenburger Schlossgespräche“ haben mit ihrer Strahlkraft weit über die Stadt und Region hinaus großes Potenzial und sollen mit wechselnden Themenschwerpunkten aus Wissenschaft und Gesellschaft einmal jährlich fortgesetzt werden. Maybrit Illner hat für die Diskussionsleitung bereits zugesagt.